Wie lange dauert eine Permanent Make-up Ausbildung? Dauer, Praxis und Lernphasen erklärt
- Anna Anat Revzin | ANNAMAGISTRA

- 18. Aug.
- 12 Min. Lesezeit
Wie lange dauert eine Permanent Make-up Ausbildung?
Eine einheitliche Antwort darauf gibt es nicht. Je nach Ausbildungsmodell kann eine Schulung aus wenigen kompakten Präsenztagen bestehen oder sich über mehrere Wochen erstrecken.
Entscheidend ist jedoch nicht nur, wie viele Tage auf einer Kursseite angegeben werden. Du solltest immer prüfen, welche Lernphasen tatsächlich dazugehören: Theorie, praktische Übungen, Vorbereitung auf die Modellarbeit, Arbeit an echter Haut, Feedback und die weitere Übungsphase.
Eine Angabe wie „4 Tage“, „7 Tage“ oder „12 Wochen“ lässt sich deshalb erst dann sinnvoll bewerten, wenn klar ist, was während dieser Zeit tatsächlich gelernt, geübt und kontrolliert wird.
Warum die Anzahl der Kurstage allein wenig über die Ausbildungsdauer aussagt
Auf den ersten Blick scheint die Dauer einer PMU-Ausbildung leicht vergleichbar zu sein. Eine Akademie nennt vier Tage, eine andere sieben Tage und ein dritter Anbieter spricht von mehreren Wochen.
Doch diese Zahlen beschreiben nicht automatisch dasselbe.
Bei einer Ausbildung können Theorie und erste Übungen bereits vor den eigentlichen Praxistagen beginnen. Die Teilnehmerinnen bereiten sich auf die Modellarbeit vor, reichen Übungen ein und erhalten Feedback. Nach den Präsenztagen kann die fachliche Begleitung weiterlaufen, während die erlernten Abläufe selbstständig gefestigt werden.
Bei einem anderen Angebot stellen die angegebenen vier oder sieben Tage dagegen tatsächlich den gesamten Kurs dar.
Auch eine zwölfwöchige Ausbildung bedeutet nicht, dass zwölf Wochen lang täglich Unterricht stattfindet. Bei einem hybriden Ausbildungsmodell verteilen sich Theorie, Übungen, Feedback und praktische Phasen bewusst über einen längeren Zeitraum.
Deshalb solltest du bei einem Vergleich nicht nur fragen:
Wie viele Tage dauert die Ausbildung?
Die wichtigere Frage lautet:
Wie ist der gesamte Lernweg vom ersten theoretischen Inhalt bis zur praktischen Anwendung aufgebaut?
Drei Zeiträume solltest du unterscheiden
Bei einer Permanent Make-up Ausbildung werden drei verschiedene Zeiträume häufig miteinander verwechselt.
Die Präsenzdauer beschreibt, wie viele Tage du tatsächlich vor Ort in der Academy bist.
Die Ausbildungsdauer umfasst den gesamten Lernweg aus Theorie, Übungen, Praxis und Betreuung.
Die praktische Sicherheit entwickelt sich individuell weiter und endet nicht automatisch mit dem letzten Kurstag oder dem Erhalt eines Zertifikats.
Genau deshalb lassen sich zwei Ausbildungsangebote nicht allein anhand ihrer angegebenen Kurstage vergleichen.
Ausbildungsdauer ist nicht gleich Präsenzdauer. Und beides ist nicht automatisch gleich praktische Sicherheit.
Auch der Preis lässt sich nur im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Ausbildungsumfang bewerten. Mehr dazu erfährst du im Artikel „Permanent Make-up Ausbildung Kosten: Warum der Preis allein nichts über Qualität sagt“.
Welche Lernphasen zu einer vollständigen PMU-Ausbildung gehören
Permanent Make-up besteht nicht nur daraus, eine bestimmte Bewegung mit dem Pigmentiergerät zu lernen.
Wer später verantwortungsvoll und sicher arbeiten möchte, muss theoretisches Wissen, technische Fähigkeiten und praktische Entscheidungen miteinander verbinden können.
Eine fundierte Ausbildung sollte deshalb mehrere Lernphasen enthalten, die sinnvoll aufeinander aufbauen.
1. Theorie und fachliche Grundlagen
Bevor an echter Haut gearbeitet wird, müssen die Grundlagen verstanden werden, die hinter einer Behandlung stehen.
Dazu gehören unter anderem Haut und Dermatologie, Hygiene, Pigmentologie, Kontraindikationen, Wundheilung, Beratung und die technischen Grundlagen des Pigmentierens.
Gerade für Anfängerinnen ist diese Phase wichtig, weil Permanent Make-up nicht nach einem einzigen festen Schema durchgeführt werden kann.
Hautzustand, Ausgangslage, gewünschtes Ergebnis, Pigmentwahl und Technik müssen bei jeder Kundin neu beurteilt und sinnvoll miteinander verbunden werden.
Wer lediglich einzelne Arbeitsschritte auswendig lernt, kann solche Entscheidungen später nur schwer selbstständig treffen.
Eine gute Ausbildung sollte dir deshalb nicht nur zeigen, wie eine Technik funktioniert, sondern auch erklären, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden.
2. Praktische Übungen auf Papier und Latex
Theoretisches Verständnis allein führt noch nicht zu einer kontrollierten Geräteführung.
Bevor die Arbeit an echter Haut beginnt, müssen Bewegungsabläufe wiederholt und motorisch gefestigt werden. Vorzeichnung, Linienführung, Formaufbau und verschiedene Pigmentiertechniken lassen sich zunächst auf Papier und Latex trainieren.
Dabei geht es nicht darum, eine Übung einmal fertigzustellen.
Entscheidend ist, ob eine Bewegung technisch korrekt und später reproduzierbar ausgeführt werden kann.
Gerade in dieser Phase ist fachliches Feedback besonders wichtig. Wird ein Fehler früh erkannt, kann er korrigiert werden, bevor er sich durch ständige Wiederholung festigt.
So entsteht Schritt für Schritt der Unterschied zwischen:
„Ich habe gesehen, wie diese Technik funktioniert.“
und:
„Ich kann diese Technik kontrolliert selbst ausführen.“
3. Vorbereitung auf die Modellarbeit
Eine professionelle Permanent Make-up Behandlung beginnt nicht mit dem ersten Nadelkontakt.
Vor der Pigmentierung müssen Beratung, Formplanung, Vorzeichnung, Farbauswahl, Vorbereitung des Arbeitsplatzes und der gesamte Behandlungsablauf verstanden werden.
Deshalb ist auch die Vorbereitung auf die Modellarbeit eine eigenständige Lernphase.
Eine technisch saubere Pigmentierung führt nicht automatisch zu einem guten Ergebnis, wenn Form, Farbe oder Behandlungsplanung nicht zur Ausgangslage der Kundin passen.
Gerade bei der Arbeit am Menschen müssen deshalb technische und ästhetische Entscheidungen miteinander verbunden werden.
4. Praxis an echten Modellen
Echte Haut verhält sich anders als Latex.
Hautspannung, Widerstand, Pigmentaufnahme und die Reaktion des Gewebes lassen sich auf einer künstlichen Übungshaut nur begrenzt simulieren.
Deshalb gehört die kontrollierte Arbeit an echten Modellen zu den wichtigsten Phasen einer praktischen PMU-Ausbildung.
Dabei sollte es nicht nur darum gehen, einmal eine Behandlung durchgeführt zu haben. Die Teilnehmerin muss lernen, ihre Technik an eine reale Ausgangssituation anzupassen, die Reaktion der Haut zu beobachten und ihre Arbeitsweise entsprechend zu verändern.
Modellpraxis verbindet damit mehrere Bereiche gleichzeitig: Fachwissen, Technik, Wahrnehmung und Entscheidungskompetenz.
5. Feedback, Korrektur und eigenständige Übungsphase
Mit den ersten praktischen Erfahrungen werden häufig auch die eigenen Unsicherheiten sichtbarer.
Vielleicht ist die Vorzeichnung noch nicht konstant. Vielleicht wurde eine Bewegung richtig verstanden, kann aber noch nicht sicher ausgeführt werden. Oder es fällt schwer, Druck, Geschwindigkeit und Hautspannung gleichzeitig zu kontrollieren.
Genau deshalb endet Lernen nicht automatisch mit dem letzten Präsenztag.
Eine sinnvolle Ausbildungsphase gibt Raum dafür, eigene Arbeiten erneut zu betrachten, Feedback zu erhalten, Fehler zu korrigieren und die verbesserten Abläufe anschließend wiederholt umzusetzen.
Erst durch diesen Prozess entwickelt sich aus Wissen zunehmend praktische Sicherheit.
Wie viel Zeit sollte man pro Woche für eine Permanent Make-up Ausbildung einplanen?
Eine pauschale Stundenzahl ist für alle Teilnehmerinnen wenig sinnvoll.
Der tatsächliche Zeitaufwand hängt davon ab, welche Vorkenntnisse bereits vorhanden sind, wie schnell neue Bewegungsabläufe erlernt werden und wie regelmäßig geübt werden kann.
Eine Teilnehmerin mit Beauty-Erfahrung bringt möglicherweise bereits ein gutes Gefühl für Symmetrie, Form oder Kundengespräche mit. Eine komplette Quereinsteigerin baut manche dieser Grundlagen erst während der Ausbildung auf.
Gerade bei praktischen Fähigkeiten ist jedoch weniger entscheidend, an einem einzigen Tag möglichst viele Stunden zu üben.
Regelmäßiges Training über einen längeren Zeitraum ist häufig sinnvoller, weil Bewegungsabläufe wiederholt, korrigiert und anschließend erneut umgesetzt werden können.
Wer eine PMU-Ausbildung beginnt, sollte deshalb im Alltag feste Zeiten für Theorie und praktische Übungen einplanen und diese möglichst kontinuierlich nutzen.
Kann man eine Permanent Make-up Ausbildung neben dem Beruf machen?
Eine PMU-Ausbildung kann grundsätzlich berufsbegleitend aufgebaut werden, wenn theoretische Inhalte und Übungen flexibel bearbeitet werden können und die Praxistage langfristig planbar sind.
Gerade für Berufstätige ist deshalb nicht nur die Anzahl der Präsenztage wichtig.
Entscheidend ist, wann Theorie bearbeitet werden muss, ob Übungen flexibel eingereicht werden können, wie viel Vorbereitung zwischen den einzelnen Ausbildungsphasen notwendig ist und wie sich feste Praxistermine mit dem Berufsalltag verbinden lassen.
Ein mehrwöchiges Hybridmodell kann für Berufstätige sogar leichter planbar sein als ein kompakter Kurs, bei dem nahezu der gesamte Lernstoff innerhalb weniger Tage aufgenommen werden muss.
Ist eine PMU-Ausbildung auch für Mütter und Quereinsteigerinnen möglich?
Auch mit Familie oder ohne vorherige Tätigkeit in der Beauty-Branche ist ein Einstieg grundsätzlich möglich.
Entscheidend ist, dass die Ausbildung so aufgebaut ist, dass sie nicht voraussetzt, dass bereits Fachwissen oder praktische Erfahrung vorhanden sind.
Gerade Quereinsteigerinnen profitieren von einer klaren Struktur. Grundlagen müssen nachvollziehbar erklärt werden, praktische Schritte sollten aufeinander aufbauen und es muss ausreichend Raum für Wiederholung geben.
Wichtig ist deshalb nicht, möglichst schnell durch den Ausbildungsplan zu kommen.
Wichtig ist, dass die einzelnen Lernschritte verstanden werden und später praktisch miteinander verbunden werden können.
Warum der persönliche Lernfortschritt wichtiger ist als ein starrer Stundenplan
Menschen lernen unterschiedlich.
Eine Teilnehmerin versteht die Formplanung möglicherweise sehr schnell, benötigt aber mehr Zeit bei der Geräteführung. Eine andere entwickelt früh ein gutes technisches Gefühl, braucht jedoch zusätzliche Wiederholungen bei Symmetrie, Vorzeichnung oder Behandlungsplanung.
Deshalb sind Aussagen wie „Nach X Stunden kannst du Permanent Make-up“ nur begrenzt aussagekräftig.
Eine professionell geplante Ausbildung sollte einen klaren Rahmen bieten und trotzdem berücksichtigen, dass praktische Fähigkeiten nicht bei jeder Teilnehmerin im exakt gleichen Tempo entstehen.
Die bessere Frage lautet deshalb nicht:
Wie viele Stunden habe ich bereits absolviert?
Sondern:
Kann ich den jeweiligen Arbeitsschritt nachvollziehbar, kontrolliert und wiederholbar umsetzen?
Wie lange dauert es, bis man sicher am Menschen arbeiten kann?
Auch darauf gibt es keine seriöse Zahl, die für jede Teilnehmerin gleichermaßen gilt.
Während einer Ausbildung werden theoretische Grundlagen vermittelt, technische Bewegungsabläufe aufgebaut und erste kontrollierte Erfahrungen an Modellen gesammelt.
Praktische Sicherheit entwickelt sich anschließend durch Wiederholung, fachliches Feedback und zunehmend selbstständige Anwendung.
Wie schnell dieser Prozess verläuft, hängt unter anderem von den Vorkenntnissen, der Übungsintensität, dem persönlichen Lerntempo und der Qualität des Feedbacks ab.
Deshalb wäre es unseriös zu versprechen, dass jede Anfängerin nach derselben Anzahl von Tagen oder Modellen automatisch denselben Stand erreicht.
„Kurs abgeschlossen“ bedeutet nicht automatisch „Technik sicher“
Der Abschluss eines Kurses oder der Erhalt eines Zertifikats bedeutet nicht automatisch, dass eine Technik bereits sicher und routiniert beherrscht wird.
Ein Zertifikat dokumentiert zunächst einen bestimmten Ausbildungs- oder Prüfungsabschnitt. Die praktische Sicherheit entwickelt sich dagegen durch wiederholte Anwendung, fachliches Feedback und die Fähigkeit, eigene Fehler zunehmend selbst zu erkennen und zu korrigieren.
Gerade im Permanent Make-up ist dieser Unterschied wichtig.
Es ist etwas anderes, eine Technik theoretisch verstanden zu haben, sie unter Anleitung korrekt auszuführen oder sie später selbstständig und reproduzierbar an unterschiedlichen Kundinnen anwenden zu können.
Zwischen diesen Stufen liegt ein Lernprozess, der Zeit und Übung benötigt.
Eine seriöse Ausbildung sollte deshalb nicht den Eindruck vermitteln, dass mit dem letzten Kurstag automatisch auch die praktische Entwicklung abgeschlossen ist.
Mehr über die Aussagekraft verschiedener Zertifikate erfährst du im Artikel „Permanent Make-up Zertifikat: Warum nicht jedes Zertifikat den gleichen Wert hat“.
Welche Rolle Wiederholung und Fehlerkorrektur spielen
Regelmäßiges Üben ist ein wesentlicher Bestandteil jeder praktischen Ausbildung. Entscheidend ist jedoch nicht nur, wie häufig eine Bewegung wiederholt wird, sondern ob sie dabei technisch korrekt ausgeführt wird.
Wer einen falschen Bewegungsablauf immer wieder trainiert, festigt möglicherweise genau den Fehler, der später nur schwer korrigiert werden kann.
Deshalb gehört qualifiziertes Feedback unmittelbar zu einer guten Lernphase.
Eine Trainerin sollte nicht lediglich feststellen, dass etwas „noch nicht richtig“ ist. Sie sollte erkennen können, wo die Ursache liegt, verständlich erklären, was verändert werden muss, und anschließend überprüfen, ob die Korrektur tatsächlich umgesetzt wurde.
Erst durch diesen Kreislauf aus Übung, Kontrolle, Korrektur und erneuter Anwendung entwickelt sich nach und nach die Sicherheit, die später für die Arbeit am Menschen notwendig ist.
Kurzkurs, Intensivkurs oder mehrwöchige Ausbildung: Was ist für wen sinnvoll?
Ein kurzer Kurs ist nicht automatisch schlecht. Gleichzeitig ist eine lange Ausbildung nicht allein deshalb hochwertig, weil sie sich über viele Wochen erstreckt.
Entscheidend sind die Ausgangslage der Teilnehmerin und das Ziel der Schulung.
Eine erfahrene PMU-Artistin, die bereits sicher arbeitet und gezielt eine neue Technik erlernen oder eine bestehende Technik perfektionieren möchte, benötigt einen anderen Ausbildungsweg als eine Anfängerin, die zum ersten Mal mit Permanent Make-up arbeitet.
Für erfahrene Artists kann ein konzentrierter Aufbau- oder Perfektionskurs deshalb vollkommen sinnvoll sein.
Bei einer Einsteigerin müssen dagegen wesentlich mehr Grundlagen aufgebaut und miteinander verbunden werden. Dazu gehören unter anderem Hautwissen, Hygiene, Pigmentologie, Vorzeichnung, Geräteführung, Beratung, technische Abläufe und kontrollierte Modellpraxis.
Deshalb sollte eine Ausbildung nicht danach bewertet werden, wie viele Inhalte möglichst schnell in wenige Tage gepackt werden.
Entscheidend ist, ob Umfang, Tempo und praktische Anforderungen zum tatsächlichen Lernstand der Teilnehmerin passen.
Wie ist die Ausbildungsdauer bei MAGISTRA® aufgebaut?
Bei MAGISTRA® verstehen wir Ausbildungsdauer nicht ausschließlich als die Anzahl der Tage, die eine Teilnehmerin vor Ort in der Academy verbringt.
Unsere vollständige All-in-One-Ausbildung verbindet eine zwölfwöchige Lern- und Betreuungsphase mit drei Praxistagen an Modellen. Theorie, Übungen, Vorbereitung, Feedback und praktische Anwendung sind Bestandteile eines zusammenhängenden Ausbildungsweges.
Während dieser Zeit lernen die Teilnehmerinnen alle drei PMU-Zonen und insgesamt sieben Techniken.
Die Praxistage stellen einen wichtigen Teil der Ausbildung dar, sind aber bewusst nicht mit der gesamten Ausbildungsdauer gleichzusetzen.
Drei Praxistage bedeuten bei diesem Ausbildungsmodell deshalb nicht, dass die Ausbildung drei Tage dauert. Die Vorbereitung, die theoretischen Grundlagen, die Übungsphasen und die weitere fachliche Begleitung gehören ebenfalls zum Lernprozess.
MAGISTRA® Fact Box
Ausbildungsmodell: Hybrid
Lern- und Betreuungsphase: 12 Wochen
Praxistage: 3
Modellarbeit: 3 Modelle
Bereiche: Augenbrauen, Lippen und Augen
Techniken: 7
Warum ich Ausbildung nicht nur in Kurstagen denke
Als ich das Ausbildungssystem von MAGISTRA® entwickelt habe, war mein Ziel nicht, möglichst viele Inhalte in möglichst wenige Kurstage zu komprimieren.
Für mich war entscheidend, einen Lernweg zu schaffen, bei dem Wissen nicht nur gezeigt, sondern tatsächlich verstanden und anschließend praktisch umgesetzt wird.
Mein eigener fachlicher Hintergrund prägt diesen Ansatz stark. Ich bin medizinische Wissenschaftlerin mit B.Sc. Biology und M.Sc. Medical Sciences, habe Erfahrung aus dem dermatologischen Bereich der Uniklinik Köln und bin IHK-geprüfte Ausbilderin nach AEVO.
Aus dieser Verbindung von wissenschaftlichem Denken, Permanent Make-up und Erwachsenenbildung ist für mich eine klare Überzeugung entstanden:
Eine Teilnehmerin sollte nicht nur wissen, wie eine Technik ausgeführt wird. Sie sollte auch verstehen, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden.
Nach über 3.500 ausgebildeten Frauen sehe ich außerdem sehr deutlich, dass Menschen unterschiedlich lernen.
Manche Teilnehmerinnen erfassen eine Vorzeichnung sehr schnell und benötigen mehr Zeit bei der Geräteführung. Andere entwickeln früh ein gutes technisches Gefühl, brauchen aber zusätzliche Wiederholungen bei Form, Symmetrie oder Behandlungsplanung.
Deshalb halte ich einen strukturierten Lernweg mit ausreichend Raum für Übung, Kontrolle und Korrektur für wesentlich sinnvoller als das pauschale Versprechen, dass jede Anfängerin nach einer festgelegten Anzahl von Tagen denselben Ausbildungsstand erreicht.
Eine gute Ausbildung orientiert sich nicht nur am Kalender. Sie orientiert sich daran, was eine Teilnehmerin verstehen und praktisch umsetzen muss.
Anna Anat Revzin, Gründerin der MAGISTRA® Academy
Woran du erkennst, ob die Ausbildungsdauer realistisch geplant ist
Wenn du verschiedene Permanent Make-up Ausbildungen vergleichst, solltest du nicht nur auf die Zahl der angegebenen Schulungstage achten.
Viel aussagekräftiger ist die Frage, wie die gesamte Lernzeit aufgebaut ist.
Prüfe, ob bereits vor den Praxistagen theoretische Inhalte und Übungen stattfinden, wie deine Arbeiten kontrolliert werden und wie viele vollständige Modellbehandlungen du tatsächlich selbst durchführst.
Ebenso wichtig ist, wie lange du nach den Präsenztagen noch fachliches Feedback erhältst und was passiert, wenn du bei einer bestimmten Technik mehr Übungszeit benötigst.
Eine seriöse Akademie sollte dir vor der Buchung klar erklären können:
wann die eigentliche Lernphase beginnt,
wie Theorie, Übungen und Praxistage miteinander verbunden sind,
wie viele Modellbehandlungen du selbst ausführst,
wie deine Übungen kontrolliert werden,
wie lange die fachliche Begleitung dauert,
was geschieht, wenn dein persönlicher Lernprozess mehr Zeit benötigt.
An diesen Antworten erkennst du den tatsächlichen Umfang einer Ausbildung wesentlich besser als an einer einzelnen Zahl wie „4 Tage“ oder „7 Tage“.
Mehr dazu, woran du eine seriöse Schulung erkennst, erfährst du im Artikel „Permanent Make-up Ausbildung: So findest du die richtige Schulung für deinen erfolgreichen Start“
Häufige Fragen zur Dauer einer Permanent Make-up Ausbildung
Wie lange dauert eine Permanent Make-up Ausbildung für Anfängerinnen?
Eine einheitlich vorgeschriebene Ausbildungsdauer gibt es nicht.
Gerade für Anfängerinnen sollte ein Ausbildungsweg jedoch ausreichend Zeit für theoretische Grundlagen, praktische Übungen, Modellarbeit, individuelles Feedback und Wiederholung vorsehen.
Deshalb ist die reine Anzahl der Präsenztage kein verlässlicher Maßstab. Entscheidend ist, welche Lernphasen zusätzlich dazugehören und wie die Teilnehmerin auf die praktische Anwendung vorbereitet wird.
Kann man Permanent Make-up in 3 oder 4 Tagen lernen?
Innerhalb von drei oder vier Tagen können viele Inhalte intensiv vermittelt und erste praktische Erfahrungen gesammelt werden.
Ob diese Tage jedoch bereits eine vollständige Ausbildung darstellen, lässt sich allein anhand der Dauer nicht beurteilen.
Bei einer erfahrenen PMU-Artistin kann ein mehrtägiger Kurs beispielsweise eine gezielte Weiterbildung für eine neue Technik sein. Eine Anfängerin benötigt dagegen zusätzlich Grundlagenwissen, vorbereitende Übungen, Modellpraxis und in der Regel eine längere Phase, in der ihre Entwicklung fachlich begleitet und korrigiert wird.
Deshalb sollte bei kurzen Ausbildungsangeboten immer geprüft werden, was vor und nach den angegebenen Kurstagen stattfindet.
Wie viele Stunden pro Woche sollte ich für eine PMU-Ausbildung einplanen?
Eine Stundenzahl, die für jede Teilnehmerin gleichermaßen sinnvoll ist, gibt es nicht.
Der tatsächliche Zeitbedarf hängt unter anderem von den Vorkenntnissen, der persönlichen Lerngeschwindigkeit und der jeweiligen Übung ab.
Gerade bei praktischen Fähigkeiten ist Kontinuität wichtig. Regelmäßige Lern- und Übungszeiten sind häufig sinnvoller, als das Material über längere Zeit liegen zu lassen und anschließend in einer einzigen langen Einheit nachholen zu wollen.
Wer eine Ausbildung berufsbegleitend absolviert, sollte deshalb bereits vor Beginn realistisch prüfen, an welchen Tagen feste Zeiten für Theorie und praktische Übungen eingeplant werden können.
Wie lange dauert eine PMU-Ausbildung berufsbegleitend?
Eine berufsbegleitende Ausbildung kann sich über mehrere Wochen erstrecken, obwohl nur einzelne Tage tatsächlich vor Ort in der Academy stattfinden.
Bei einem Hybridmodell werden beispielsweise theoretische Lernphasen, Übungen und Feedback flexibel mit fest geplanten Praxistagen kombiniert.
Dadurch lässt sich die Ausbildung häufig besser mit Beruf oder Familie vereinbaren.
Bei einem Vergleich verschiedener Angebote solltest du deshalb immer zwischen Präsenzzeit und gesamter Lern- und Betreuungsdauer unterscheiden.
Wie viele Praxistage braucht man für Permanent Make-up?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht.
Die notwendige Praxis hängt unter anderem davon ab, wie die Modellarbeit organisiert ist, wie viele vollständige Behandlungen eine Teilnehmerin selbst durchführt und welche Vorkenntnisse bereits vorhanden sind.
Auch die Qualität der Begleitung spielt eine wichtige Rolle.
Ein Praxistag, an dem eine Teilnehmerin eine vollständige Behandlung selbst durchführt und dabei intensiv kontrolliert wird, ist nicht automatisch mit einem Praxistag vergleichbar, an dem überwiegend demonstriert oder in einer größeren Gruppe gearbeitet wird.
Bei der vollständigen MAGISTRA® All-in-One-Ausbildung sind drei Praxistage mit Modellarbeit Bestandteil eines zwölfwöchigen Ausbildungsweges.
Fazit: Nicht die Zahl der Kurstage entscheidet
Wenn du verschiedene Permanent Make-up Ausbildungen vergleichst, solltest du dich nicht von einer einzelnen Zahl leiten lassen.
„4 Tage“, „7 Tage“ oder „12 Wochen“ sagen ohne weiteren Kontext nur wenig darüber aus, wie intensiv eine Ausbildung tatsächlich aufgebaut ist.
Erst wenn du weißt, welche Theorie vermittelt wird, wie viel du selbst übst, wie deine Arbeit kontrolliert wird, wie umfangreich die Modellpraxis ist und wie lange die fachliche Begleitung dauert, kannst du verschiedene Angebote sinnvoll miteinander vergleichen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht ausschließlich:
Wie lange dauert die Ausbildung?
Sondern:
Wie ist diese Ausbildungszeit aufgebaut und was kann ich am Ende tatsächlich sicher anwenden?
Eine professionelle Ausbildung sollte dir darauf eine klare und nachvollziehbare Antwort geben können.
Du möchtest wissen, welcher Ausbildungsweg zu deinem Alltag, deinen Vorkenntnissen und deinem beruflichen Ziel passt?
Autorin: Anna Anat Revzin | Medizinische Wissenschaftlerin, PMU-Expertin, Dozentin, Sachverständige und IHK-geprüfte Ausbilderin
Fachlich geprüft durch: MAGISTRA® Academy
Zuletzt fachlich geprüft: 18.08.2026


